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Planungsabschnitt

Autobahn

Planungsabschnitt

Der Planungsabschnitt besteht aus dem Ausbau der A1 sowie dem Ausbau der A3 mit dem Autobahnkreuz Leverkusen.

 

Ausbau der A1 und Ausbau der A3 mit dem Autobahnkreuz Leverkusen

Beim Ausbau der A1 zwischen den Autobahnkreuzen Leverkusen und Leverkusen-West stehen die Planerinnen und Planer vor einer besonderen Herausforderung – der „Stelzenautobahn“. Der Ausbau erfolgt unter vollem Verkehr, also bei täglich bis zu 120.000 durchfahrenden Fahrzeugen.

Zum Ausbau der A3 zwischen den Anschlussstellen Leverkusen-Zentrum und Leverkusen-Opladen gehört neben der Erweiterung auf acht Spuren auch der Umbau der Anschlussstelle Leverkusen-Zentrum und die Erneuerung des Leverkusener Kreuzes. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass insgesamt 20 Brücken und ca. 4.500 Meter Stützwände zurückgebaut, größtenteils neu errichtet und im Rahmen des Umbaus des Autobahnkreuzes Leverkusen neu erstellt werden müssen. Zusätzlich werden Lärmschutzwände entlang der Autobahnen A1 und A3 vollumfänglich erneuert und ergänzt. Die planerische und bauliche Umsetzung dieser Ingenieurbauwerke stellt einen kosten- und zeitintensiven Bestandteil der Maßnahme dar und trägt maßgeblich zur Komplexität des Projekts bei.

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Planungsstand

Die Vorplanungsphase ist offiziell abgeschlossen. Aktuell werden wichtige Leistungen für die Planung extern ausgeschrieben: Der sogenannte Planervertrag sowie die Projektsteuerung und das BIM-Management (Building Information Modeling). Diese Leistungen sind bei einem derart komplexen Infrastrukturprojekt wichtig und üblich, um die Planungsabläufe optimal koordinieren und die Planung effizient voranbringen zu können. Nach der Vergabe der Verträge startet für den anschließenden Planungsabschnitt die mehrjährige Entwurfsplanung, in der die Planungen weiter konkretisiert und detailliert ausgearbeitet werden. In dieser Planungsstufe beschäftigt sich das Team der Autobahn GmbH mit der konkreten Ausgestaltung der Vorzugsvarianten: Wie verläuft die Linienführung im Detail? Welche Lärmschutzmaßnahmen müssen umgesetzt werden? Und welche Bauabläufe sind erforderlich? Darüber hinaus werden mehrere Gutachten, unter anderem zum Verkehr sowie zum Wasser-, Natur- und Immissionsschutz, erstellt. 

Am Ende der Entwurfsplanungen steht ein Vorentwurf der Trasse. Anschließend beginnt das formelle Planfeststellungsverfahren.

Im September 2025 fanden unabhängig von der zu planenden Umsetzungsvariante Verkehrserhebungen auf den Autobahnen und an 34 Knotenpunkten im Leverkusener Stadtgebiet statt. Eine weitere Erhebung im Stadionumfeld ist für 2026 geplant. Bei der Untersuchung werden einerseits die aktuellen Verkehrszahlen auf der Autobahn und dem untergeordneten Verkehrsnetz in und um Leverkusen erhoben. Andererseits werden mithilfe eines Verkehrsmodells die Verkehrszahlen für die Jahre 2035 und 2040 berechnet. Diese aktualisierten und damit aussagekräftigeren Daten bilden eine unerlässliche Grundlage für die weiteren Planungen.

Der Planungsabschnitt im Überblick

Übersicht Planungsabschnitt

Wissenswertes zum Planungsabschnitt

Ausbau der A1

Mehr Infos zur Variantenuntersuchung zum Abschnitt der A1 zwischen den Autobahnkreuzen Leverkusen und Leverkusen-West.

Infomesse 2023: Interessierte informieren sich vor Ort

Informationsveranstaltungen und frühe Öffentlichkeitsbeteiligung

Im Rahmen des Projekts "A-bei-LEV: Autobahnausbau bei Leverkusen" wurden mehrere Informationsveranstaltungen durchgeführt, um die Öffentlichkeit frühzeitig über die Planungen und den Fortschritt des Vorhabens zu informieren. Diese Veranstaltungen dienten dazu, Transparenz zu schaffen, Fragen zu beantworten und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger aufzunehmen.

Häufig gestellte Fragen

Was umfasst der geplante Ausbau der A3 und des Autobahnkreuzes Leverkusen?

Der Ausbau der A3 zwischen den Anschlussstellen Leverkusen-Zentrum und Leverkusen-Opladen beinhaltet die Erweiterung auf acht Fahrstreifen sowie den Umbau des Autobahnkreuzes Leverkusen und der Anschlussstelle Leverkusen-Zentrum. 

Welche Varianten wurden für den Ausbau der A1 untersucht?

Es wurden insgesamt 17 Varianten geprüft, darunter verschiedene Hoch- und Tieflagen. Ziel war es, die Vor- und Nachteile hinsichtlich Emissionen, Eingriffen in das Umfeld, Kosten und Baubarkeit unter laufendem Verkehr abzuwägen. 

Was ist der "Stelzenabschnitt" der A1 in Leverkusen?

Der "Stelzenabschnitt" bezeichnet den etwa 1,3 Kilometer langen Bereich der A1 zwischen den Autobahnkreuzen Leverkusen-West und Leverkusen. In diesem Abschnitt verläuft die Autobahn auf einer rund 900 Meter langen Hochstraße, die auf Stelzen über den Stadtteil Küppersteg führt. Sie ist wichtig für die Zu- und Abfahrten zum Autobahnkreuz Leverkusen.

Warum ist ein Ausbau der A1 im "Stelzenabschnitt" notwendig?

Die Hochstraße B – die Stelzenautobahn – ist ein zentraler Bestandteil des Autobahnkreuzes Leverkusen, durch das jeden Tag fast 250.000 Fahrzeuge fahren. Das Kreuz zählt zu den meistbefahrenen Autobahnknoten Deutschlands. Der Ausbau dieses Knotenpunkts erfordert Anpassungen sowohl innerhalb des Kreuzungsbereichs als auch in den anschließenden Autobahnabschnitten. Das liegt hauptsächlich an den Verflechtungsbereichen sowie den gestaffelten Ein und Ausfahrten – den Stellen, wo Verkehr vom Autobahnkreuz auf die an grenzenden Autobahnabschnitte zu und abfließt. Dazu gehört auch die über 900 Meter lange Hochstraße B.

Warum kann der "Stelzenabschnitt nicht einfach repariert werden?

Instandsetzungen und Verstärkungen an der Hochstraße B sind nicht umsetzbar, um sie dauerhaft sicher zu halten. Das liegt vor allem an der besonderen Bauweise: Die Stelzenautobahn wurde als Spannbetonkonstruktion gebaut. Dabei verlaufen die tragenden Spannglieder aus Stahl wie ein Netz durch das komplette Bauwerk – von einem Ende zum anderen und von einer Seite zur anderen. 

Es ist wie bei einem Spinnennetz: Reißt ein wichtiger Faden, kann das ganze Netz instabil werden. Deshalb muss die Hochstraße B komplett neu gebaut werden.

Ist eine Verbreiterung des "Stelzenabschnitts" notwendig?

Die künftige Hochstraße B genauso breit zu bauen wie die bestehende, ist aus mehreren Gründen nicht möglich:

Erstens wären nur drei Fahrstreifen pro Richtung nicht verkehrssicher, da Seitenstreifen bei einer Erneuerung zwingend hinzukommen müssen. Sie schützen Menschen, die bei Pannen aussteigen müssen oder z. B. Wartungsarbeiten durchführen. Seitenstreifen sorgen dafür, dass der Verkehr bei den meisten Arbeiten normal weiterfließen kann. Damit sind sie elementare Bestandteile einer Autobahn. 

Zweitens ist die Erweiterung auf acht Fahrstreifen (vier pro Richtung) gesetzlich vorgeschrieben. Die Autobahn GmbH handelt im Auftrag des Bundes und muss nachweisen, dass die Autobahn ausreichend leistungsfähig ist. 

Drittens: Der Ausbau des Autobahnkreuzes wirkt sich unmittelbar auf die Hochstraße B aus, da von hier viel Verkehr zum Kreuz hin bzw. wegführt – das benötigt mehr Platz.

Welche Varianten wurden für den Ausbau der A3 und des Autobahnkreuzes Leverkusen untersucht?

Es wurden sieben Varianten geprüft, darunter der Ausbau in oberirdischer Bestandslage, ein vollständiger Tunnel für den Verkehr sowie eine Kombination aus Tunnel für den Durchgangsverkehr der A3 und oberirdischer Führung der Verkehre zur A1 und den benachbarten Anschlussstellen. 

Basiert die Erweiterung auf aktuellen Verkehrsdaten?

Die Verkehrsplanung basiert auf aktuellen Daten und modernen Prognosemethoden. Bei der aktuellen Erhebung von Verkehrszahlen für das Verkehrsmodell der Jahre 2035 und 2040 werden Mobilitätsformen wie der öffentliche Nahverkehr, Fahrräder, E-Mobilität und Sharing-Konzepte berücksichtigt.

Warum sind die Baustellenabläufe so aufwändig?

Der Bauablauf ermöglicht, dass der Verkehr bis auf zeitweise, baulich notwendige Vollsperrungen während der gesamten Umsetzung aufrechterhalten werden kann. Sowohl der Autobahnverkehr als auch der städtische Verkehr sollen weiterhin funktionieren. Wenn einzelne Bauwerke wie Brücken in separaten Abschnitten erneuert werden, geschieht dies aus Sicherheitsgründen und um den Verkehrsfluss während der Baumaßnahmen zu gewährleisten. Ziel ist eine zügige, aber verträgliche Baustellenabwicklung unter Berücksichtigung der örtlichen Belange.

Welche Maßnahmen sind zum Schutz vor Lärmemissionen geplant?

Zum Schutz vor Lärmemissionen sind aktive Maßnahmen wie der Bau von Lärmschutzwänden und ein spezieller Fahrbahnbelag vorgesehen, der deutlich weniger Lärm verursacht als herkömmliche Straßenbeläge. Bei verbleibenden Grenzwertüberschreitungen besteht dem Grunde nach ein Anspruch auf passiven Lärmschutz am Gebäude (zum Beispiel Lärmschutzfenster), sofern schützenswerte Räume wie Wohn- oder Schlafzimmer vorhanden sind.

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